(Hier das Manuskript des Bischofs. Es gilt aber das gesprochene Wort!)
Meine lieben Schwestern und Brüder im Herrn,
der heilige Martin von Tours ist vor über 1700 Jahren gestorben. Seine Wirkungsgeschichte ist enorm. Er ist nicht nur der Patron der Augustiner in Erfurt, deren Konvent wir heute gründen, sondern zahlloser Kirchen, Pfarrgemeinden und Bistümer. Viele Ortschaften und sogar eine ganze Insel tragen seinen Namen. Wenn wir eine kleine Kirche als Kapelle bezeichnen, so sind wir uns selten bewusst, dass der Name „Kapelle" auf die „capella", die Mantelreliquie des hI. Martin zurückgeht. Die große Wirkungsgeschichte der berühmten Mantelteilung vor den Stadttoren von Amiens ist uns geläufig. Sie ist möglicherweise berühmter als die spontane Hilfsbereitschaft des Samariters. Beiden Geschichten ist gemeinsam, dass der Helfer nicht aus christlicher Motivation heraus dem Hilfsbedürftigen beisteht, sondern aus reiner Menschlichkeit. Die Samariter galten als religiös verkommen, und Martin war zum Zeitpunkt der Mantelteilung religiös auf der Suche, aber noch nicht getauft. Sein Biograph Sulpicius Severus berichtet, dass Martin in der Nacht nach der Mantelteilung seine erste Christus-Vision hatte. Sie erklärte und enthüllte ihm zugleich den tieferen Sinn der Begebenheit. Christus erschien ihm, und Martin wurde aufgefordert, ihn genau zu betrachten. Zu seinem großen Erstaunen sah er Christus mit jenem Mantel bekleidet, den er dem Bettler geschenkt hatte. Christus sprach zu seinen Engeln: „Martin, obwohl erst unterwegs zur Taufe, hat mich mit diesem Mantel bekleidet." Das Wort „erst unterwegs zur Taufe" klang in den Ohren Martins wie ein Vorwurf. Er wollte es nicht lange auf sich sitzen lassen und empfing an Ostern 334 das Sakrament der Taufe. Seine Christus-Mystik begleitete ihn das ganze Leben hindurch.
Ein Aspekt der Wirkungsgeschichte des hI. Martin ist wenig bekannt, aber gerade heute von Bedeutung: Martin kann als Stifter der monastischen Lebensweise im Abendland bezeichnet werden. Bevor Augustinus in Hippo ein Kloster gründete und vor Benedikts Gründung auf dem Monte Cassino hatte Martin das erste Kloster im Abendland begründet in Ligugé bei Poitiers. Diese Klostergründung hatte eine Vorgeschichte im Leben des hI. Martin. Nachdem er den Militärdienst verweigert hatte und in die Schule des hI. Bischofs Hilarius von Portiers gegangen war, geriet Martin in Oberitalien in die theologischen Streitigkeiten des 4. Jahrhunderts. Er wurde öffentlich ausgepeitscht. Zu Beginn des 4. Jahrhunderts wurden die Christen von der römischen Staatsmacht bedrängt und verfolgt. In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts bedrängten sie sich gegenseitig mit Hilfe der römischen Staatsmacht. Diese erschütternde Wende der Kirchengeschichte bekam Martin am eigenen Leib zu spüren. Er zog sich daraufhin auf die Gallinaria-Insel zurück, die dem Golf von Genua vorgelagert ist, und begann dort das Ideal der ägyptischen Wüstenväter zu verwirklichen, das ihm schon immer vor Augen geschwebt hatte. Nachdem Martin erfahren hatte, dass der Kaiser dem verbannten Bischof Hilarius die Rückkehr nach Portiers gestattet hatte, zog es ihn ebenfalls dorthin. Um nicht auf die ihm liebgewonnene Einsamkeit verzichten zu müssen, baute er sich in Ligugé bei Poitiers eine Zelle. Dort schlossen sich ihm im Laufe der Zeit einige Männer an, so dass es ohne sein Zutun zur Bildung des Klosters Ligugé kam. In der klösterlichen Gemeinschaft lebte Martin gemeinsam mit den Brüdern in tiefer mystischer Gemeinschaft mit Jesus Christus, der ihm im Bettler erschienen war. Das von der Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott erfüllte asketische Leben Martins und seiner Brüder machte auf die Umgebung großen Eindruck. Martin lehrte nicht nur, wie man ein christliches Leben führt, er lebte es auch täglich. Dieses Leben entwickelte eine so großeStrahlkraft, dass Martin im Jahre 371 wider Willen zum Bischof von Tours gewählt wurde.
Nach einer alten Legende hatte Martin sich im Gänsestall verborgen. Das Geschnatter der Gänse verriet ihn und die Gänse müssen dies heute noch als Martinsgans büßen. Martin blieb auch als Bischof Mönch. Er suchte und fand immer wieder die Einsamkeit als Raum für die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott. Er wurde zum Wegbereiter des abendländischen Mönchtums, das uns bis zum heutigen Tag Orte und Menschen schenkt, die uns einladen, in der Zurückgezogenheit die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott zu erfahren und aus dieser Erfahrung heraus unser Leben zu gestalten.
Schon wochenlang spürte man Aufregung und Vorfreude bei den Augustinern. Am Tag des heiligen Martin wurde nach sechs Jahren das „Projekt Erfurt“ in einen „kanonisch errichteten Konvent“ überführt.
Derzeit leben drei Augustiner in Erfurt nach der Klosterregel des heiligen Augustinus (354–430), der 396 Bischof von Hippo (heute Algerien) wurde. Heute zählt der Orden der Augustiner in Deutschland rund 50 Mitglieder, weltweit sind es etwa 2200.
Als das Projekt in Erfurt 2014 startete, fanden die Brüder eine Mietswohnung ausgerechnet im Haus der evangelischen Reglergemeinde. Was zunächst nur als befristete Lösung gedacht war, bekam 2016 ein neues ökumenisches Gewicht. Am Vorabend des Reformationsgedenkjahres bot der Gemeindekirchenrat den Augustinern an, Reglerkirche und Gemeindehaus künftig gemeinsam und gleichberechtigt zu nutzen.
Seit Advent 2016 finden in der Kirche nunmehr evangelische und katholische Gottesdienste statt. Eine Reihe von Festen werden während des Kirchenjahres inzwischen gemeinsam gefeiert. Bibelkreise, der alljährliche Fastenkurs, Vorträge, Wallfahrten und Einkehrtage sind im gemeinsamen Jahresprogramm angeboten. Viele Veranstaltungen stehen auch suchenden Menschen ohne Konfession offen. Eine bunte Vielfalt, die alle bereichert, auch wenn jeder seinen eigenen (Glaubens-)Weg geht.
Zum diesjährigen Martinsfest wurde nun das Projekt „Augustiner in Erfurt“ aufgewertet und der Konvent „St. Martin von Tour in Erfurt“ kanonisch, also kirchenrechtlich, errichtet. Der Abendmesse in der Reglerkirche stand der Erfurter Bischof Dr. Ulrich Neymeyr vor. Pater Provinzial Lukas Schmidkunz OSA aus Würzburg verlas nach der Predigt des Bischofs das Dekret des Generalpriors der Augustiner, des Spaniers Pater Alejandro Moral Antón OSA, und überreichte dem künftigen Prior der Gemeinschaft, Bruder Jeremias Kiesl OSA, das neue Konventssiegel.
Bewusst wurde der hl. Martin zum Patron des Erfurter Konventes bestimmt, ist er doch seit alter Zeit auch der Stadtpatron Erfurts. Bischof Neymeyr verwies ferner auf den Erfurter Augustiner und Reformator Martin Luther, der den Namen des Bischofs von Tours an seinem Tauftag erhalten habe. Im Zusammenhang der Konventsgründung in einer evangelischen Pfarrkirche Erfurts müsse dies besonders erwähnt werden.
Eigentlich sollte der Gottesdienst im schlichten Rahmen im Hohen Chor der Kirche gefeiert werden, wo auch sonst die tägliche Abendmesse der Augustiner stattfindet. Doch drei Tage vorher war klar, dass dieser Gottesdienst den üblichen Rahmen bei weitem sprengen würde. Es kamen trotz des Werktags so viele Erfurter beider Konfession, außerdem Ordensleute, Angehörige und Freunde der Augustiner bis aus Bayern und Sachsen, dass die gesamte Kirche gut gefüllt war.
Der Kirchenchor der evangelischen Reglergemeinde gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit einer Rheinberger-Messe. Die Erfurter Harfenistin Sabine Lindner sang das „B'schem“, ein jüdisches Segenslied.
Am Ende standen Grußworte von Pfarrerin Gabriele Lipski und einer Abordnung des Lions-Clubs Weiden in der Oberpfalz, die den Augustinern trotz ihres Weggangs 2010 eng verbunden geblieben sind. Pfarrerin Lipski betonte, dass in Regler zwar kein Mantel geteilt werde, wohl aber Gebet und Gemeinschaft Ausdruck von Einheit in Vielfalt geworden seien. Die große Zahl katholischer und evangelischer Christen in diesem besonderen Gottesdienst zeige, dass hier eine Vision gelebter Ökumene wahr geworden sei, von der man kaum zu träumen gewagt hätte.
Nach der Messe konnten viele im Seitenschiff der Kirche weiter ihrer Freude Ausdruck verleihen und bei einer Begegnung mit Münnerstädter Klosterbier auf den kleinen Konvent anstoßen.
Bischof Dr. Ulrich Neymeyr hatte bereits im Vorfeld seine Zustimmung zur Errichtung des Konventes gegeben. Auch in seiner Predigt würdigte er das außerordentliche ökumenische Engagement. Im Gottesdienst entbot er mit allen anwesenden Augustinern den Brüdern des neuen Konventes den Friedensgruß und brachte seine besten Segenswünsche für die Gemeinschaft zum Ausdruck.
Die letzte Gründung eines Konvents der Augustiner liegt bereits 50 Jahre zurück. Außerdem ist nun erstmals eine Niederlassung in den Neuen Bundesländern und in der Diaspora errichtet worden.
Gottes Segen begleite die Augustiner-Brüder Pius, Jeremias und Damian weiterhin bei ihrer Arbeit und in ihrem alltäglichen Leben.
Ende September gastierte Franz Grundler (Nabburg/Mainbernheim) mit seinem Stück „Durch die Wüsten. Oder: Maria in Ägypten“ in der Clemenskapelle im Erfurter Domkreuzgang. Maria führte zunächst in Alexandrien ein wenig heiliges Leben, wandelte sich aber dann zur Wüsten-Eremitin. Angelehnt an die frühchristliche Legende über die Selbst- und Gottsuche der ägyptischen Wüstenmutter Maria – die oft und fälschlich mit Maria Magdalena oder gar der stadtbekannten Sünderin aus Lk 7,37 gleichgesetzt wurde – entführte das Ensemble die Zuschauer in die inneren Wüsten der real existierenden Gegenwart.
Warnung! Man kann vielleicht in eine Wüste entfliehen. Den Dämonen begegnet man dort aber meist erst recht! Denn sich selbst nimmt ein jeder überall hin mit...
Am Freitag und Samstag hatte sich eine Gruppe mit Dr. Gabriele Ziegler (Münsterschwarzach) und Dr. Fabian Sieber vom Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte der Universität Erfurt intensiv mit dem provokativen Thema „Männer * Frauen * Löwen * Drachen – Gendertexte der Alten Kirche“ beschäftigt. Allgemein herrscht die Meinung, dass das Christentum körperfeindlich sei. Ausgehend von der Legende der Maria aus Ägypten analysierte das Seminar altkirchliche Texte aus dem Umfeld der ägyptischen Wüstenmönche und der Überlieferung zu starken Frauen wie Synkletika, die das typische Frauenbild ihrer Zeit durchbrachen. Die Kritik an der Gleichsetzung von männlich orientiertem Asketentum und Heiligkeit verweist auch auf die paulinische Wertung des menschlichen Körpers als Tempel Gottes.
Lesung aus dem Buch Amos (Am 8,4-7)
Die Armut ist keine Tugendund der Reichtum kein Laster. Aber die Sucht, reicher und nochreicher zu werden, schafft nicht nur soziale Konflikte; sie verdirbt den Menschen. Ein solcher Mensch kann sich nicht mehr zwischen Gott und dem „Mammon“ entscheiden; er hat seine Entscheidung längst getroffen...
Der Mensch ist wie ein tiefer Brunnen. Er kann sich nur von seinem Grund her füllen. Auf dem Grund, in unserer tiefen Mitte, ist Gott ganz Gegenwart. ER ist die Fülle. Auch jetzt ist ER da. Für uns.
Lasset uns beten:
Tagesgebet
Heiliger Gott,
EIN unteilbares Gebot hast du uns geschenkt:
das Gebot der Liebe zu dir und zu unserem Nächsten.
Unteilbar ist die Liebe,
und sie ist die Erfüllung des ganzen Gesetzes.
Fülle du unsere Liebe an, bis sie sich verströmt,
du Quelle der Liebe, du, der du selber die Liebe bist,
unser Vater in Ewigkeit,
der du mit Jesus Christus und dem Heiligen Geist
ein Gott bist – für uns – heute und in alle Ewigkeit. Amen.
+ Aus dem hl. Evangelium nach Lukas (Lk 16,1-9)
Impuls I
Evangelium / Teil: Lk 16,9-13
„Niemand hat ein Recht auf Überfluss, solange es die Armut gibt.“
Credo
Gott stabilisiert nicht die Verhältnisse. Er verfestigt nicht die Enge, die wir Menschen aufrecht erhalten. Er stürzt die Mächtigen vom Thron...
Diesen Glauben bekennt Maria vor Elisabeth: In ihr Glaubensbekenntnis wollen wir heute Abend einstimmen:
Impuls II von Franz Kamphaus
Der Dienst ist nicht zu teilen. Entweder Gottesdienst oder Mammonsdienst. Entweder Gottes Herrschaft – oder: Geld regiert die Welt. Man kann nicht zugleich auf verschiedenen Hochzeiten tanzen. Kaum etwas kennzeichnet unsere Situation so sehr wie der Mangel an Leidenschaft. Wir finden immer einen Grund, nicht radikal zu sein. In der Nachsicht mit uns selbst sind wir grenzenlos. Was übrig bleibt? Ein Glaube ohne Ärgernis, eine „kommode Religion“ (Georg Büchner).
Kaiserwetter zum 25. Jubiläum des Bistums Erfurt! Einen Rückblick auf den großartigen Wallfahrtstag bietet die Homepage des Bistums Erfurt unter https://www.bistum-erfurt.de/presse_archiv/nachrichtenarchiv/detail/miteinander_frei-2/?fbclid=IwAR0ssoYzguY6gtKQ2rRptPhl-skQssMdfSlHb1fvwIIZWf-kkR1r8cawQIc
Das „Geistliche Zentrum“ hatten Carla Riechel, Egon Bierschenk und Br. Jeremias vorbereitet: einen Wallfahrtsweg über den Domberg. Dabei ging es vom Kreuz zwischen den beiden Kirchen über die Krypta (Sarkophag der heiligen Bischöfe Eoban und Adelar), die Bischofsgräber im Domkreuzgang, den Taufstein (Taufgedächtnis) und den Wolfram-Leuchter. Auch Nicole Elß führte einige Gruppen diesen Wallfahrtsweg und verstärkte das Team.
Hier ein Ausschnitt aus der Station am Wolfram-Leuchter:
+ Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus (Mt 5,14-16)
In der Bergpredigt sagte Jesus zu seinen Jüngern:
Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Meditation zum Wolfram-Leuchter
Da steht er: Wolfram. Unverdrossen hält er seine Arme erhoben, die brennenden Kerzen.
Das hier ist die älteste freistehende Bronzefigur eines Menschen in Deutschland. Seit über 850 Jahren steht der Wolfram hier, zu keinem anderen Zweck als das Licht seiner Kerzen leuchten zu lassen. Täglich neu werden, bevor der Dom öffnet, seine Kerzen angezündet. Alle Tage. So viele Jahre. So viele Jahrhunderte...
Was ist alles geschehen, seit du hier leuchtest! So viele Menschen und Zeiten sahst du kommen und gehen! Kriege und Zeiten des Friedens, Menschen in Aufruhr und Gleichgültige, Gläubige und solche, die keinen Zugang zum Glauben finden...
Du hast nie aufgehört, dein Licht leuchten zu lassen...
Wachet auf, ruft uns die Stimme: Der Wächter sehr hoch auf der Zinne. Tatsächlich stehst du auf einer Zinne! Du Armleuchter, hier in unserem Dom: Mag mancher dich nachäffen und dir widersprechen, mögen die Dämonen deiner Ängste sich auch aufplustern und dir den Schlaf rauben, mag alles scheinbar gegen Gott laufen – Du bleibst aufrecht stehen und lässt dein Licht leuchten – für alle, die hierher kommen.
Hilf auch mir, Herr, mein Licht leuchten zu lassen, unverdrossen und ohne Angst zu versagen. Lass unser Leben von deinem Licht erleuchtet ein Zeichen für die Menschen unseres Landes sein.
Lass uns als deine Kirche helles Licht sein und bleiben für alle, denen wir begegnen. Lass uns Zeugen deines Lichtes hier in Thüringen sein!
Licht-Gebet
Du
der Du da bist
Ein Gott mit uns
mitten im Tod
Dich erfahren mitten in der Geschichte
Dein Licht sehen mitten in der Nacht
Deine befreiende Hand ergreifen
mitten in der Gefangenschaft
Deine Gerechtigkeit durchsetzen
mitten im Unrecht
Deine Güte kosten mitten im Bösen
Deine Vergebung leben mitten in der Schuld
Deinen Frieden stiften mitten im Hass
Deine Liebe bezeugen mitten in der Welt
Das ist es, was ich will
Du Gott mit uns
mitten im Tod
Segen sei mit dir,
der Segen strahlenden Lichtes,
Licht um dich her
und innen in deinem Herzen.
Sonnenschein leuchte dir
und erwärme dein Herz,
bis es zu glühen beginnt
wie ein großes Torffeuer,
und der Fremde tritt näher,
um sich daran zu wärmen.
Aus deinen Augen strahle
gesegnetes Licht
wie zwei Kerzen
in den Fenstern deines Hauses,
die den Wanderer locken,
Schutz zu suchen dort drinnen
vor der stürmischen Nacht.
Wen du auch triffst,
wenn du über die Straße gehst,
ein freundlicher Blick von dir
möge ihn treffen.