Meditation nach der Kommunion
„Ich bin da, ich bin bei dir. Ich bin deine Zeit. Ich bin die Düsterkeit deines Alltags, warum willst du sie nicht tragen?
Ich weine deine Tränen – weine deine mir, mein Kind.
Ich bin deine Freude, fürchte nicht, froh zu sein, denn seit ich geweint habe, ist die Freude die bessere Lebenshaltung als die Angst und die Trauer derer, die meinen, keine Hoffnung zu haben.
Ich bin die Ausweglosigkeit deiner Wege, wo du nicht mehr weiter weißt, da bist du, törichtes Kind, schon bei mir angelangt und merkst es nicht.
Ich bin in deiner Angst, denn ich habe sie mitgelitten.
Ich bin in dem Kerker deiner Endlichkeit, denn meine Liebe hat mich zu deinem Gefangenen gemacht.
Wenn Deine Rechnung nicht aufgeht, siehe ich bin der ungelöste Rest, und ich weiß, dass dieser Rest, der dich zur Verzweiflung bringen will, in Wahrheit meine Liebe ist, die du noch nicht begreifst.
Ich bin in Deiner Not, denn ich habe sie erlitten und sie ist jetzt verwandelt, aber nicht ausgetilgt aus meinem menschlichen Herzen.
Ich bin in deinen tiefsten Abstürzen, denn ich habe heute angefangen, abzusteigen in Deine Abgründe.
Ich bin in deinem Tod, denn heute begann ich mit dir zu sterben, da ich geboren wurde.
Seit ich Dein Bruder wurde, bist Du mir so nahe, wie ich mir selber bin.
Ich bin da.
Ich gehe nicht mehr von dieser Welt weg, wenn Du mich jetzt auch nicht siehst.
Ich verlasse dich und deine Welt nicht.
Wenn Du, armer Mensch, Weihnachten feierst, dann sag zu allem, was da ist und was du bist, nur das eine – sag es mir: Du bist da.
Du bist gekommen. Du bist in alles gekommen.
Selbst in meine Seele.
Selbst hinter den Trotz meiner Bosheit, die sich nicht verzeihen lassen will.
Mensch, sag nur das eine, dann ist auch für Dich Weihnachten, sag nur: Du bist da.
Nein, sag nichts.
Ich bin da.
Und meine Liebe ist seitdem unbesieglich.
Ich bin da.
[…] Weihnachten. Zündet die Kerzen an. Sie haben mehr recht als alle Finsternis.“
Die Lesung aus dem Römerbrief 13,8-13 war für Augustinus von großer Bedeutung, besonders der 13. Vers: Sie leitete eine der wichtigsten Wenden seines Lebens ein. Nach ihrer Lektüre brach der innere Widerstand, der ihn – so sagt er selbst – quasi schlaftrunken lange Zeit murmeln ließ: „Warte, nur noch ein Weilchen, bald!“ Aber dieses „bald“, so sagt Augustinus, zog sich immer weiter in die Länge...
Dann aber hörte er die Stimme eines Kindes im Nachbargarten singen: „Nimm und lies!“ – immer wieder. Da greift Augustinus zum Römerbrief, der auf einem Tisch liegt, und schlägt ihn just an der Stelle auf, an der seine Augen die Verse lesen: „Lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Neid; sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt.“ So kernig übersetzt das Martin Luther. Damit setzt Augustinus einen neuen Anfang!
Die Entschiedenheit, die Paulus fordert, lässt Augustinus aufstehen und reinen Tisch machen. Er meldet sich zur Taufe, beendet seine grandiose Karriere am kaiserlichen Hof zu Mailand und wird tatsächlich ein gutes Jahr später von Bischof Ambrosius in der Mailänder Basilica Pacis im Wasser der Taufe mit dem neuen Leben in Christus übergossen.
Was heißt das für die Ökumene, die wir nun schon drei Jahre lang miteinander in Regler probieren? Zunächst: Die Taufe ist es, die uns verbindet. Es ist die eine Taufe, die uns verbindet und in der wir in das Leben Gottes eingetaucht wurden. Sie ist der Anfang unseres Weges mit dem einen Christus. Sie lässt uns Menschen sein, die etwas mit Gott anzufangen wissen und die immer wieder neu mit Gott anfangen.
Das zweite zeigt sich für mich in der Entschiedenheit, mit der Augustinus nun sein Christsein leben wird. Er stellt sich so in den Dienst der Kirche, wie er es sich eigentlich nicht wünscht. Er muss lernen, die eigenen Gottes Plänen unterzuordnen, als er das Amt des Presbyters und Bischofs übernimmt. Dann aber widmet er seine ganze Kraft der Einheit der Kirche.
Die in Nordafrikas seinerzeit in zwei Teile zerrissen war. Zwar war man sich immer einig, dass es nur eine einzige Kirche Jesu Christi geben könne. Daher versuchte man historisch zu klären, welche der beiden Kirchen sozusagen die ursprüngliche sei.
Dass dieses Unterfangen ziemlich mühsam und kaum zielführend war, mag man sich denken. Augustinus bringt nun einen anderen Aspekt ein und argumentiert theologisch: Für die Einheit, um die Jesus im Abendmahlsaal betet, müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, damit Einheit wachsen und schließlich von Gott her geschenkt werden kann. Es braucht die Liebe, die Unterschiede überwinden und verbinden hilft.
Die Liebe aber entsteht nicht einfach so. Sie muss Raum bekommen. So rät Augustinus, möglichst viel zusammen zu machen: miteinander beten, singen und Gott loben, die Heilige Schrift lesen, diskutieren und sich begegnen, für die Armen und Kranken sorgen... Kurz: möglichst viel gemeinsam tun! Denn im gemeinsamen Tun entwickelt sich die Liebe. Und sie nährt die Sehnsucht nach der vollen Einheit. Dafür ist Augustinus sogar bereit, seinen Bischofsstuhl dem Gegenbischof zu überlassen, damit auch das Bischofsamt wieder Zeichen der Einheit werden könne.
Ich denke, wir setzen von Augustins Ratschlägen schon sehr viele um in Regler. Und wir spüren, dass unsere Sehnsucht nach noch mehr Einheit in den vergangenen drei Jahren tatsächlich gewachsen ist – ganz wie Augustinus das vermutete. Am Ende ist die Einheit aber nicht das, was wir machen. Die Einheit ist Gabe des Hl. Geistes, dem wir Raum geben müssen: den Raum der Liebe!
Konkret heißt das: Liebe ist nicht einfach Harmonie. Liebe fordert uns immer wieder neu. Liebe will, dass der andere ist. Wenn wir Katholiken euch Evangelische katholisch machen wollten, zerstörten wir diesen Raum der Liebe. Es gilt ja zu sagen zu dem Schatz, den ihr der Kirche geschenkt habt und bis heute schenkt: die Treue zur Heiligen Schrift etwa, von der wir inzwischen viel gelernt und uns abgeguckt haben; bei euch bedeutet der soziale Dienst an den Menschen gleich viel wie der Gottesdienst: Ja, im Nächstendienst ist Gottesdienst! In der Musik, die in euren Kirchen so sehr gepflegt wird: Jetzt verstehe ich, warum man J.S. Bach den „fünften Evangelisten“ nennt...
Umgekehrt möchte ich euch raten: Hört auf, abfällig von uns zu reden, wenn wir die Heiligen verehren; uns ist die „Gemeinschaft der Heiligen“ wichtig, von denen wir doch gemeinsam im Glaubensbekenntnis reden; ist es wirklich so unverständlich, dass wir uns mit denen, die vor uns geglaubt haben, noch immer verbunden wissen und uns vorstellen können, dass in der Gemeinschaft der Heiligen einer dem anderen hilft? Hört auf, uns Katholiken als die Rückständigen hinzustellen, wenn wir treu an der Überlieferung festhalten wollen.
Das Maß der Liebe bin nicht ich! Immer ist Maß zu nehmen an meiner Bereitschaft, den anderen in seiner Eigenart verstehen zu wollen. Der andere bestimmt, was geht und in welchem Tempo! Wir dürfen nicht schlecht voneinander reden: Das zerstört die Liebe und die Sehnsucht nach mehr Einheit. Augustinus würde vielleicht sagen: Das treibt den Heiligen Geist von uns fort.
Der kernige Vers 13, der zum letzten Tropfen wurde, der das Fass zum Überlaufen brachte und Augustinus zur Taufe führte, ist ja vor allem ein eindringlicher Ruf, neu anzufangen: Nicht mehr als Ich-bezogener Egoist, der sich und seine Vorstellungen zum Maß aller Dinge macht, sondern als Mensch, der Christus angezogen hat. Christus aber hat für andere gelebt und sein Leben für uns hingegeben.
Freude und Trauer liegen manchmal eng beisammen. Nur elf Tage nach der Konventsgründung in Erfurt müssen die Augustiner sich verabschieden: noch dazu von einem in unserer Geschichte sehr wichtigem Ort. Das kleine Kloster in Germershausen im Untereichsfeld steht nun leer. Die Geschichte der Augustiner im Dorf endete nach 155 Jahren. Ein Gottesdiest zum Abschied: mit Trauer, aber mit noch viel mehr Dankbarkeit für all das, was gewachsen ist.
Das "Göttinger Tagesblatt" schrieb dazu am 25. November einen längeren Artikel:
Ein kleines Video dokumentiert den Schlusssegen von Pater Provinzial Luas Schmidkunz OSA am Ende der Messfeier sowie die Rede der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Donata Bode:
Augustinus war nicht nur ein brillanter Theologe und Bischof. Die eigene Sinnsuche prägte seine Spiritualität nachhaltig. Immer in engem Austausch mit anderen war ihm klar, dass er nicht zum Eremiten taugte. Vielmehr sah er in der Freundschaft die Möglichkeit einer Weggemeinschaft, in der die Sehnsucht nach Gott und mehr Tiefe im Leben am besten aufgehoben ist.
Hals über Kopf ging ich in großer Blindheit so weit, dass ich mich vor meinen Altersgenossen schämte, wenn ich minder schändlich gelebt hatte als sie, weil ich sie mit ihren Vergehen prahlen und umso mehr Rühmens davon machen hörte, je schändlicher sie waren: So verführte mich nicht nur die Lust an der Tat, sondern auch die Lust, gelobt zu werden. … Wo ich es den Verworfenen nicht gleichtun konnte, gab ich vor, die Untat begangen zu haben, damit ich nicht desto verächtlicher erschiene, je unschuldiger ich war, und um nicht für desto geringer zu gelten, je reiner ich war.
Nun freilich: Allein hätte ich’s nicht getan … nein, ich hätte es allein gewiss nicht getan. Also liebte ich damals auch das Zusammengehen mit Schuldgenossen meiner Tat … Denn hätte ich damals die Früchte geliebt, die ich stahl, … so hätte ich, wäre das alles gewesen, die Sünde doch für mich allein begehen können, um meine Gelüste zu stillen, und hätte meine kitzelnde Begierde nicht erst im Anreiben an mitschuldigen Gewissen zu entflammen brauchen … Allein hätte ich diesen Diebstahl nicht begangen, bei dem mich nicht die Beute, nur das Stehlen lockte, und für mich allein zu stehlen, das hätte mich nicht im mindesten gelockt, und ich hätte es nicht getan. O Freundschaft, so feindlich!
Und was anderes war es denn, was mich erfreute, als zu lieben und geliebt zu werden?
Viel vermögen sowohl gute Freunde zum Guten als auch schlechte Freunde zum Schlechten!
Elend war ich und elend ist jedes Herz, das gefesselt ist durch die Freundschaft mit Vergänglichem. Von Schmerz wird es zerrissen bei seinem Verluste und fühlt dann das Elend erst, in dem es doch schon schmachtete, bevor es den Verlust erlitt … Der tiefste Ekel vor dem Leben und Todesfurcht wohnten nebeneinander in meiner Seele. Ich glaube, je mehr ich den Freund liebte, desto mehr hasste und fürchtete ich den Tod, der ihn mir entrissen hatte, als meinen bittersten Feind.
Hatte mich jener Schmerz nicht deshalb so leicht und so bis ins Innerste durchdrungen, weil ich meine Seele gegründet hatte auf Sand, da ich einen Sterblichen liebte, als würde er niemals sterben?
Am meisten tröstete und ermunterte mich der Trost meiner Freunde, mit denen ich liebte, was ich statt deiner liebte: der Manichäer große Fabel und lange Lüge nämlich … Andere Dinge aber waren es, die an den Freunden den Geist stärker anzogen: miteinander plaudern und miteinander lachen, sich einander gefällig erzeigen, gemeinsam schöne Bücher lesen, gemeinsam scherzen und sich Artigkeiten sagen, bisweilen Meinungsverschiedenheiten austragen ohne Hass, wie der Mensch wohl selbst mit sich selbst einmal uneins ist, und so durch diese seltene Uneinigkeit die sonst herrschende Eintracht würzen; einander belehren und voneinander lernen, die Abwesenden schmerzlich vermissen, die Kommenden herzlich begrüßen; durch solche und ähnliche Zeichen, die bei Liebe und Gegenliebe sich äußern in Miene und Wort, im Auge und in tausend freundlich lieben Gebärden, wie durch immer neuen Zunder die Herzen in warme Bewegung setzen und aus vielen Eines machen.
Von dem können wir sagen, dass er in die Freundschaft aufgenommen ist, dem gegenüber wir alle unsere Gedanken auszuschütten wagen.
Mir gefällt es nicht, wenn ich von meinen vertrautesten Freunden für etwas gehalten werde, was ich nicht bin.
Nicht jeder, der schont, ist ein Freund, nicht jeder, der tadelt, ein Feind. Besser sind die Wunden eines Freundes als die vorsätzlichen Küsse eines Feindes. Es ist besser, mit Strenge zu lieben, als mit Nachgiebigkeit zu täuschen.
Nun lebt er in Abrahams Schoß. Was es auch ist, was mit diesem Schoße gemeint ist, dort lebt Nebridius, mein teurer Freund, den du, Herr, als Freigelassener zu deinem geistlichen Kinde angenommen hast; ja dort lebt er. Denn welchen andern Ort gäbe es für solch eine Seele? Dort lebt er, worüber er mich armen, unwissenden Menschen viel fragte. Er neigt nicht mehr sein Ohr zu meinem Munde, sondern den Mund seines Geistes an deine Quelle und trinkt in durstendem Verlangen Weisheit, selig ohne Ende. Doch glaube ich nicht, dass er so sehr davon trunken werde, dass er meiner vergessen könnte, da auch du, Herr, der du sein Trank bist, meiner gedenkest.
Soll das etwa heißen: Wer seinen Bruder liebt, der liebt auch Gott? Ja! Notwendigerweise liebt er Gott, notwendigerweise liebt er die Liebe … Wie also? Wer die Liebe liebt, liebt darum Gott? Ja, genau darum! In der Liebe zur Liebe liebt der Mensch Gott. Oder hast du vergessen, was du gerade noch bekannt hast: ‚Gott ist die Liebe‘? Wenn Gott die Liebe ist, dann liebt jeder, der die Liebe liebt, Gott. Liebe also deinen Bruder, dann sei unbesorgt. Du kannst nicht sagen: Ich liebe meinen Bruder, aber Gott liebe ich nicht … Es liebt jeder notwendigerweise Gott, der seinen Bruder liebt.
Wo ist der Ort, uns [in die Gottesliebe] einzuüben? Die Bruderliebe ist es! Du kannst mir sagen: Ich habe Gott nicht gesehen. Kannst Du mir sagen: Ich habe den Menschen nicht gesehen? Liebe deinen Bruder! Denn wenn du den Bruder, den du siehst, liebhast, dann wirst du zugleich Gott sehen; denn du wirst die Liebe selbst sehen, und in ihr wohnt Gott.
Ich bekenne es: In die Liebe meiner vertrautesten Freunde lasse ich mich mit meinem ganzen Ich fallen, vor allem, wenn ich von den Widerwärtigkeiten dieser Welt erschöpft bin, und in dieser Liebe ruhe ich sorglos. Ich fühle ja, dass da Gott wohnt, und in ihn lasse ich mich sicher fallen und in ihm bin ich in sorgloser Ruhe. Und in dieser Ruhe fürchte ich auch überhaupt nicht die Unsicherheit des Morgen in seiner menschlichen Hinfälligkeit. Wenn ich nämlich einem Menschen, der in der christlichen Nächstenliebe brennt und von dem ich spüre, dass er ein treuer Freund geworden ist, etwas von meinen Plänen oder Gedanken anvertraue, dann vertraue ich es letztlich gar nicht diesem Menschen an, sondern dem, in dem dieser Mensch seine Bleibe hat und weshalb er so ist, wie er ist: Gott. Denn Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott.
„Sankt Martin ritt mit leichtem Mut, sein Mantel deckt ihn warm und gut. Im Schnee da saß ein armer Mann, hat Kleider nicht, hat Lumpen an…“.
Dieser Auszug aus dem bekannten Martinslied hat sich tief in uns eingeprägt. Heute möchte ich aus diesem Lied zwei Impulse ableiten für diese Feier, in der unsere kleine Kommunität kanonisch (also "kirchenrechtlich") als Konvent errichtet und unter das Patronat des hl. Martin von Tours gestellt wird.
„Sankt Martin ritt mit leichtem Mut“. Unsere Ordensprovinz hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, dauerhaft in diese Stadt zurückzukehren. Lange Zeit gab es gute Gegenargumente, die Finger davon zu lassen. Wenn man wollte, könnte man sie auch heute finden. Umso erfreulicher das klare Votum des zurückliegenden Provinzkapitels, unsere Präsenz in Erfurt fortzusetzen und aus dem Projekt einen Konvent werden zu lassen. Ich hoffe, wir Augustiner und auch die Kirche insgesamt finden immer wieder den „leichten Mut“, der uns vorangehen lässt.
Der zweite Impuls ist der Mantel, der Martin „warm und gut deckt“, den er aber teilt mit dem, der vor ihm im Schnee, in der Kälte bibbert. Als wir vor nunmehr sechs Jahren nach Erfurt kamen, war von Anfang an klar, dass unser Mantel – oder soll ich sagen „unser Hemd“? – eng und spärlich ist. Wir können bis heute hier nicht auftreten als diejenigen, die Hilfe anbieten, aber selber keine bräuchten. Sind wir edle Reiter, hoch zu Ross? Oder sind wir nicht doch viel öfter wie frierende Bettler? Wir brauchen die Unterstützung vieler hier in Erfurt und auch die Freundschaften, die weit über unseren jetzigen Standort hinausreichen: Menschen, die bereit sind, den Mantel mit uns zu teilen, damit wir alle erfahren: Es ist der HERR, der uns hier begegnet!
So danke ich euch allen, dass ihr an diesem Abend mit uns Eucharistie feiert: besonders ihr, die kleine – ich möchte sagen – ökumenische Gemeinde, die mit uns Tag für Tag in Regler betet. Ihr seid uns echte Freunde. Ihr habt den Mantel um uns geworfen, damit wir hier leben und für den HERRN arbeiten können.
Ich möchte namentlich die evangelische Reglergemeinde nennen, heute vertreten durch den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates (GKR) Uli Oelze, Pfarrerin Gabriele Lipski und Vikarin Eva Kames sowieso viele aus GKR und Gemeinde, die unsere alltägliche Ökumene mit Leben füllen. Danke schon jetzt der Regler-Singschar unter der Leitung von Johannes Häußler für die musikalische Umrahmung dieser Messe.
Herzlich willkommen Senior Dr. Matthias Rein und Präses Dr. Ulrich Born als Vertreter des evangelischen Kirchenkreises Erfurt!
Ein herzliches Willkommen den Mitbrüdern aus unserer Ordensprovinz, allen voran unser P. Provinzial Lukas, sowie den Schwestern und Brüdern der Ordensgemeinschaften aus unserem Bistum Erfurt, der Ordensbeauftragten des Bistums, Dr. Anne Rademacher, sowie den Mitbrüdern im priesterlichen Dienst, und besonders auch dir, lieber P. Nikolaus, Dominikaner in Leipzig, mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin.
Besonders herzlich willkommen heiße ich dich, lieber Generalvikar Raimund Beck. Du hast dich persönlich sehr für uns eingesetzt. So konnten wir in Erfurt einen guten Platz finden.
Herzlich willkommen, liebe Mama und meine lieben Geschwister aus der Oberpfalz! Willkommen euch vom Lions-Club Weiden, der am Ende auch kurz das Wort ergreifen wird. Willkommen ihr lieben Freunde aus nah und fern, die uns schon so lange begleiten: Euer Wohlwollen war uns schon oft der wärmende Mantel, den man manchmal braucht, um nicht aufzugeben.
Bischof Dr. Ulrich Neymeyr, wir freuen uns sehr, dass Sie heute Abend für uns und mit uns diese Eucharistie feiern. Sie haben unsere Präsenz unterstützt, seit Sie Bischof von Erfurt geworden sind. Ohne Sie wäre gerade auch unser enges ökumenisches Miteinander hier in Regler nicht möglich geworden. Herzlichen Dank für Ihr offenes Ohr – und nun für Ihr Dasein. Feiern Sie jetzt also mit uns den Großen Dank, den wir alle dem HERRN schulden.